Fußball - mehr als nur Sport

01.06.2018 - Fußball ist DER Sport in Deutschland. Rund 30 Millionen Menschen fiebern jedes Wochenende mit ihrem Verein in Deutschland oder auch international mit, wenn ihr Team um wichtige Punkte im Kampf um Meisterschaft, das internationales Geschäft oder gegen den drohenden Abstieg spielt. Neben der sportlichen Seite hat der Lieblingssport der Deutschen auch eine politische Seite, die spätestens mit WM-Austragungsorten wie Russland und Katar für jeden Fan greifbar wurden. Auch die Montagsspiele, die in der vergangenen Saison fünfmal stattgefunden haben, stehen in einem politischen Kontext und sorgen für viel Unmut bei den Fans, was nicht selten in Form von Boykott von Spielen oder zumindest der Stimmung im Stadion sichtbar wurde. Fangruppen sind sensible Abbilder der Gesellschaft und Ultras nicht gleich Hooligans. Es ist wichtig, neben sportlichem Ehrgeiz auch über den Tellerrand hinauszuschauen und den Fußball als komplexes Thema zu begreifen, das – auch wenn es Fangruppen oft anders darstellen – sehr wohl politisch ist.

Ich selbst stehe regelmäßig auf Europas größter Stehplatztribüne, der Südtribüne in Dortmund. Während auf dem Platz der Ball rollt und 22 Spieler versuchen, ihr Bestes zu geben, passiert auf der Tribüne vor allem eines: Gemeinschaft. Die Leute im Block kennen sich, sehen sich alle zwei Wochen und wissen, heute ist wieder Fußball. Da ist es ganz egal, ob ich Anwalt oder Arbeitslos bin – wenn Spieltag ist, werden mögliche soziale Grenzen überwunden und verschwinden für mindestens 90 Minuten im sportlich-sozialen Grundrauschen des Stadions und der Tribüne.

Einen ausführlichen Blogpost findet ihr auf https://wb-web.de/aktuelles/fussball-mehr-als-nur-sport.html

 


"Da ist das Ding"

Rock am Rathaus geht in die 4. Saison - Ehrenamtlich im Stadtmarketing aktiv

05.05.2018 - DA IST ES! Ich freue mich sehr, dass unser Plakat für die bereits 4. Saison "Rock am Rathaus" erschienen ist und bald auch verteilt wird. Nachdem die Veranstaltung 2015 ins Leben gerufen wurde, durfte ich die Konzertreihe mit einem starken Arbeitskreis ausbauen, größer machen und dafür sorgen, dass uns in diesem Jahr 21 Bewerbungen von Bands erreichten, die gerne spielen wollen. Das ist ein toller Erfolg für uns und es macht Spaß, Bands eine Bühne zu geben, unter dem Baum, auf einem alten Teppich. Dies hat sich bereits bis nach Berlin rumgesprochen, Rapper Fargo kommt jedes Jahr gerne nach Lengerich und wird auch in diesem Jahr dabei sein. Ein Mix aus regionalen und überregionalen Musikerinnen und Musikern.

Im Schnitt kommen bei gutem Wetter rund 400 Besucher, der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

 

Ehrenamt

Die Veranstaltung hat ausnahmsweise keinen VHS-Hintergrund, sondern wird von mir im Rahmen meiner ehrenamtlichen Vorstandsarbeit im Stadtmarketingverein Offensive Lengerich organisiert.

 

Lokale Firmen supporten

Durch die finanzielle Unterstützung von acht Lengericher Firmen gelingt es uns, diese Reihe jedes Jahr wieder aufzulegen. Die Unterstützer werden bei uns gut versorgt und in der Presse erwähnt. Nur durch diese ist es möglich, dass wir eine Konzertveranstaltung mit acht Abenden so durchführen können. Lengerich hält zusammen, das macht Spaß!

 


Junge VHS in Lengerich - Zukunft sichern

 

 28.04.2018 - Die Volkshochschule Lengerich stellt sich für die Zukunft auf und sieht im Bereich der jungen Familien einen Schwerpunkt ihrer Arbeit. Durch Angebote für Familien, bei denen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene gleichermaßen angesprochen werden, will die VHS moderne Weiterbildung anbieten und dabei die klassischen Tugenden nicht vergessen. Wir wollen jungen Menschen die Chance geben, sich mit Spaß und Freude weiterzubilden. Junge VHS wird dabei oft im Zusammenhang mit der politischen Jugendbildung genannt - eine wie ich finde tolle und einladende Kombination, die viel Potenzial bietet. Auch die Kombination aus Demokratiearbeit und Digitalisierung wird uns beschäftigen und ist zukunftsweisend.

 

Junge VHS als Schwerpunkt

Wir wollen die politischen (Jugend-)Bildung in den Fokus nehmen. Seit Mai 2017 sind wir als  VHS Lengerich/Westfalen Mitglied in der Kommission „Politische Bildung“ des Landesverbands der Volkshochschulen NRW. Dort werden politisch aktuelle Themen besprochen und für Volkshochschulen im Bundesland aufbereitet. Die Nachrichten zeigen jeden Tag, dass politische Bildung wieder mehr in den Fokus gerückt werden muss. Wir sehen es als eine der Kernaufgaben von VHS, junge Menschen auf ihrem Weg zu begleiten und zum lebenslangen Lernen zu ermutigen. Demokratie lebt von Beteiligung und gerade junge Leute sollen die Chance haben, sich eine Meinung zu bilden, sich einzubringen und die Demokratie zu ihrer Sache zu machen. Nahe am Lebensumfeld junger Menschen wollen wir die vielfältigen Veranstaltungen der Politischen Jugendbildung vermitteln und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gesellschaftspolitische Zusammenhänge und Zugänge zu Beteiligungsmöglichkeiten aufzeigen.

 

Fachbereich "Junge VHS" und eigenes Logo

Um die Wichtigkeit und Bedeutung der jungen VHS zu unterstreichen, hat dieses Thema seit 2010 einen eigenen Fachbereich und steht in einer Reihe mit "Arbeit und Beruf" oder "Gesundheit." Dazu haben wir Mitte 2017 auch ein eigenes Logo entworfen, das die junge VHS als bunt, vielfältig und frisch darstellen soll. Dieses Logo brachte uns im April 2017 sogar in den WDR, wo ich Live-Studiogast war - eine tolle Erfahrung! Als HPM in den drei Bereichen freue ich mich ganz besonders, ein Drittel meiner Stelle für diesen Bereich aufwenden zu dürfen.

 

Vernetzungstreffen Junge VHS

Seit vielen Jahren findet einmal im Jahr das bundesweite Vernetzungstreffen "Junge VHS" statt, in diesem Jahr vom 25. bis 27. Juni in Nürnberg. Dort kommen HPM aus der jungen VHS zusammen und tauschen sich aus, spinnen Visionen und arbeiten an der Zukunft der jungen VHS. Auffällig ist: Es gibt noch viel zu wenig VHS, die junge VHS anbieten und dabei mehr machen, als Tastschreiben, Malen und Basteln. Da ist aus meiner Sicht noch Luft nach oben. In Zeiten, wo die Integrationskurse die VHS mehr denn je beschäftigen, dürfen die anderen Fachbereiche nicht vergessen werden, besonders die Nachwuchsförderung nicht. Um diese Idee weiter zu fördern, arbeiten wir aktuell daran, ein Vernetzungstreffen auf NRW-Ebene am 22. November 2018 in Lengerich durchzuführen.

 


Band im Bistro - Kulturformat für junge Menschen

17.03.2018 - Ich bin stolz auf dieses toll gestaltete Plakat, das für unser neues Kulturformat von VHS und Gempthalle Lengerich wirbt. Band im Bistro bringt regionale und überregionale Bands einmal im Monat nach Lengerich. Der Eintritt ist mit 5 € pro Abend wirklich schmal und sollte machbar auch für diejenigen sein, die sich teure Konzerte nicht leisten können und wollen.

Neben dem Konsumieren der Musik sollen die Künstlerinnen und Künstler an den Abenden kennengelernt werden können. So wird es Interviews geben, den Gruppen werden dabei spannende Fragen gestellt, die sie vorher nicht wissen.

Wir erfinden das Rad nicht neu und doch ist es im Bereich der kulturellen Bildung unserer VHS ein weiterer Meilenstein. Es macht Spaß, diese Freiheit zu haben, solche Formate organisieren zu dürfen. Musik ist Leidenschaft und Weiterbildung wichtig. Beides kombinieren zu können, macht den Job so wahnsinnig interessant und vielfältig.

Nun denn: Ich würde mich freuen, viele Besucher*innen dort zu sehen.

 

Hier ist ein Link zum Pressebericht der WN!


Fachtag "Digitale VHS" im Münsterland

12.03.2018 - "Digitale VHS" nennt sich der Fachtag für Erwachsenenbildung im Münsterland, den wir als Digi-Circle Münsterland am Samstag, 22. September 2018 von 10 bis 15 Uhr in Ahaus veranstalten. Zum DC Münsterland gehören die VHS Borken, Lengerich, sowie das Aktuelle Forum Volkshochschule Ahaus. Eröffnet wird der Fachtag von Joachim Sucker, bekannt vor allem aus der Blogwerkstatt. Herr Sucker hat in vielen Kontexten bewiesen, dass er im Bereich Erweiterte Lernwelten und Digitalisierung ein Fachmann ist. Zusammen mit Nina Oberländer (Bremer VHS), Jöran Muuß-Merholz und dem Team von oncampus hat er den MOOC „Mein digitales ich“ konzipiert und umgesetzt. Ein erfolgreicher MOOC mit Begleitangeboten in über 30 deutschsprachigen Orten.

Anschließend haben die Gäste (HPM, Kursleiter*innen) die Chance, in verschiedenen Räumen die Vielfalt der Digitalisierung zu entdecken. Das Angebot reicht von einer Spielwiese der Technik, bis hin zur Vorstellung von Smartboardes und "smarten Beamern." Dazu liefern wir theoretische Infos zu Blended-Learning-Szeanarien. Eingerahmt wird der Tag von Fachvorträgen, die beispielsweise auf Digitalisierung im Kontext der Gesundheit eingehen. Ein weiterer Vortrag wird sich um das Thema Datenschutz drehen, ich selbst werde als Referent die VHS Cloud kurz vorstellen. Detaillierte Infos zu dem Fachtag gibt es mit dem Flyer Mitte / Ende April.


Band im Bistro - es geht voran

21.02.2018 - "Band im Bistro" nennen wir das neue Kultur-Format, bei dem wir als VHS Lengerich/Westfalen mit der Bürgerstiftung Gempt und deren Gempthalle kooperieren. Einmal im Monat sollen dort von März bis Juni und von September bis November talentierte Gruppen auftreten und das zu einem kleinen Eintritt für 5€. Es freut mich sehr, dass wir als VHS dadurch unseren Kulturbereich erweitern und ausbauen können und die Gempthalle ihr Repertoire für junge Leute erweitert. Gemeinsam machen wir dadurch auch unsere Stadt attraktiv und geben Musikerinnen und Musikern aus dem Zweckverband und überregional eine schöne Plattform, sich zu zeigen.


Datum

Band / Solokünstler/in

23.03.

Nora and Friends (Pop-Rock-Soul-Mix)

20.04.

TriomaT (Rock)

23.05.

Yvi Wylde (Pop-Blues)

13.06.

Reineke Fuchs (Indie)

21.09.

Fargo (Deutsch-Rap)

19.10.

Drunken Owls (Irish Folk)

23.11.

Phil Seebooth (Blues)

 


Alles nur gecloud? - Gedanken zu Smartboards, der vhs.cloud und dem Münsterland

19.02.2018 - Es wirkt wie ein Geheimnis, das erst noch gelüftet werden muss, in vielen Bereichen aber gut verwahrt wird. Was wir auf dem Bild erkennen, sind die Formen eines Smartboards, das in immer mehr Volkshochschulen angeschafft und häufig auch direkt eingesetzt wird. Wir als VHS Lengerich/Westfalen arbeiten aktuell noch mit Beamer und Zuspielern - und das reicht aktuell. Unsere Dozentinnen und Dozenten wissen die Möglichkeit zu schätzen, keinen PC mitbringen zu müssen, sondern sich auf die Hardware vor Ort verlassen zu können. EInfach den Stick in die Tasche, in der VHS einstecken und das eigene Material aufrufen. Ein Prozess, der sicher durch die VHS Cloud nochmal vereinfacht werden könnte. Dieser Schritt darf jedoch erst gemacht werden, wenn wir unsere Kursleiterinnen und Kursleiter darin geschult haben und sie den Mehrwert erkennen. Es kommt nicht darauf an, die Cloud in jeden Kurs einzubinden, sondern jeweils nach dem Ziel zu schauen. Wo macht der Einsatz der Cloud Sinn und wieso würde diese den Kurs bereichern? Ähnlich verhält es sich mit dem Smartboard, wor wir schauen müssen, wieso VHS so etwas braucht und welche Kursleitende damit umgehen können. Wo schaffen wir einen Mehrwert durch die Nutzung des Smartboards? Kann diese neue Technik unsere Arbeit vielleicht sogar erleichtern? Rechnet sich eine Anschaffung überhaupt? Können wir den Erfolg des Smartboards messen. Fragen über Fragen, die beantwortet werden müssen. Dabei dürfen wir den einen Schritt nicht vor dem anderen machen. Kursleitende mitnehmen, einzelne digital affine KL fördern und mit auf die Reise nehmen, die anderen KL durchaus immer wieder informieren und an der Entwicklung teilhaben lassen. Nicht zuletzt deswegen planen wir im Digi-Circle Münsterland einen Fachtag "Digitale VHS" für Erwachsenenbildner aus dem Münsterland, bei dem auch Joachim Sucker referieren wird. Es wird eine Spielwiese, um digitale Medien auszuprobieren, sich damit vertraut zu machen und Gefallen daran zu finden. Verlage werden ihre Art der Blended-Learning-Szenarien vorstellen und den Kursleitenden Mut machen, Online-Anteile einzubeziehen. Sowohl digitall affine, als auch Neulinge sollen bedient werden, mitgenommen werden auf eine Reise in die Zukunft, die viele Chancen bietet. Die Veranstaltung findet am 22. September im der VHS Ahaus statt. Von Lengerich wird vermutlich ein Bus in Richtung Ahaus fahren, Nähere Infos folgen.


Sozial ist nicht gleich sozial?!

30.12.2017 - „Du hast doch Soziales studiert.“ Ein Satz, den vermutlich jede/r aus dem sozialen Bereich kennt und der besonders in Situationen aufritt, bei denen wir im Privatleben möglicherweise nicht so korrekt reagiert haben, wie es im Job erwartet wird. „Ich dachte, ihr habt gelernt, Konflikte zu managen und zu lösen“, wird oft hinterhergeschoben mit der unterschwelligen Frage: „Wieso wendest du deinen Stoff aus dem Studium nicht auch privat an?“  Konfrontiert mit dieser Fragestellung muss ich mich fragen, ob ich mich als ausgebildeter Pädagoge auch privat immer so verhalten muss, wie es mich vielleicht das Studium gelehrt hat. Muss ich mich in Konflikten so verhalten, dass ich schlichtend bin und am besten beide Seiten wieder zusammenführe durch die perfekte pädagogische Intervention? Darf ich keine provokanten Thesen aufstellen, nur im Konflikte zu vermeiden und ist es an mir, mich anschließend für alles entschuldigen zu müssen, nur, weil ich aus dem sozialen Sektor komme. Bin ich als Pädagoge unfehlbar? Die Antwort lautet: Nein. Denn: Auch Pädagogen haben ein Privatleben, haben Hobbies und eine Familie, ein anderes Umfeld ohne Kolleginnen und Kollegen, wo sie vor allem eins sind: Mensch. Was macht einen Menschen aus? Ganz klar: Vor allem die Freiheit der Gedanken und die damit verbundenen Emotionen sind wichtige Merkmale eines Menschen. Ein Mensch fühlt und kann diese Gefühle mal mehr und mal weniger gut ausdrücken. Wenn wir über Professionalität im sozialen Sektor reden, dann mischt sich diese emotionale Basis oft mit einem objektiven Gedanken, der im sozialen Handeln unabdingbar ist. Situationen möglichst objektiv bewerten und möglichst wenig Gefühle dabei zulassen – zumindest scheint es so. Doch kann ich als Pädagoge ohne Gefühle und ohne Wertung handeln? Ja, im Job kann ich das versuchen. Nein, privat gelingt das manchmal einfach nicht. Da stoße ich vielleicht an Grenzen und bewerte Situationen aus einer emotionalen Perspektive heraus, sodass in meinem Umfeld nahezu sofort der kognitive Konflikt zwischen „Der ist doch Pädagoge“ und „Wieso reagierst der dann jetzt so?“ auftritt. Diese Situation taucht nicht nur im Freundeskreis ab und an auf, sondern auch mal in der Familie. Es gibt ungeklärte Situationen, auf die wir keinen Einfluss haben und die schwer zu lösen sind. In der eigenen Familie pädagogisch intervenieren ist ähnlich, als wenn der Vater als Arzt seinem Schwiegersohn ein neues Herz transplantieren soll – es kommt zu Rollenkonflikten und sonst bewährte Methoden verändern ihre Gestalt und Wirkung. „Der Verstand kann uns sagen, was wir unterlassen sollen. Aber das Herz kann uns sagen, was wir tun müssen“, sagte schon der französische Essaykünstler Joseph Joubert im 18. Jahrhundert. Wir wissen genau, wie in der betreffenden Situation eigentlich zu handeln wäre, aber unser Herz verleitet uns zu einer anderen, emotional gesteuerten Handlung, die rational nicht nachzuvollziehen und dennoch nicht grundlegend falsch ist. Daran schließt sich auch ein Satz an, den Walter Rathenau, Politiker Ende des 19. Jahrhunderts, sagte: „Die Erfindung des Problems ist wichtiger als die Erfindung der Lösung; in der Frage liegt mehr als in der Antwort.“ Manchmal lohnt es sich also, Dinge anzustoßen, die auf den ersten Blick nicht leicht wirken und zunächst einmal mehr aufwühlen, als zu lösen. Was hat das alles mit dem Pädagogen und seinem Privatleben zu tun? Ich drücke es mal so aus: Ist es nicht auch eine pädagogische Kompetenz, Konflikte und Beziehungen durch konkrete und punktierte Fragen oder problemzentrierte Thesen zu veranschaulichen? Mit einer scharfen, vielleicht sogar provokativen Satzkonstruktion etwas in den Köpfen der anderen auszulösen? „Die Praxis sollte das Ergebnis des Nachdenkens sein, nicht umgekehrt“, lässt sich Hermann Hesse zitieren. Doch ist es nicht manchmal Aufgabe von Pädagogen, die Leute zum Nachdenken zu bringen und dabei auch einmal Methoden anzuwenden, die auf den ersten Blick unangenehm und unangemessen erscheinen? Ich finde ja. Diese Einstellung jedoch auf den privaten Kontext eins zu eins zu übertragen, ist nahezu unmöglich. Da mischen mehr Emotionen mit, da mischen Beziehungen zueinander mit und da sind viele Beteiligte, die alle für sich anders denken und Situationen anders einordnen. Der Satz „Du hast doch Soziales studiert“ ist daher zwar richtig, aber keine Ausrede, um ein Verhalten eines Pädagogen im privaten Kontext zu bewerten und die pädagogische Grundbildung als Maßstab für Verhaltensweisen im Alltag zu nehmen. Nicht wegzudiskutieren ist zwar, dass wir als Pädagogen nicht einfach nach Hause gehen können, Tür zu, Freizeit und Alltag, denn die Gesellschaft stellt auch im Privatleben Erwartungen an uns, uns sozial und mitmenschlich zu verhalten. Wieso diese Erwartungen vorwiegend an pädagogische Kräfte und nicht an jeden Menschen gestellt werden, ist ein ganz eigenes Thema. Was bleibt nach diesen Sätzen? Pädagogen sind Menschen, keine Maschinen, haben Emotionen und handeln nicht immer rational, wie es vielleicht gelehrt wurde. Das ist gut so, denn sonst werden die Jobs irgendwann immer emotionsloser und bürokratischer. Das will doch niemand. Privates und Berufliches soll man doch sonst auch immer trennen.

 


Mit der Schwebebahn ins neue Jahr

27.12.2017 - Als "Schwebebahn ins neue Jahr" wurden die Tage zwischen Weihnachten und Silvester in einem Bericht der Diakonie Westfalen beschrieben. Zeit, sich zu besinnen und den Gedanken freien Lauf zu lassen. Wie war 2017 und wie wünsche ich mir 2018? Sich dafür Zeit zu nehmen ist auch ein Sinn der "Tage im Winterschlaf" bis in das neue Jahr.

Doch ganz so einfach ist das "Runterfahren" auch nicht. Wir kommen aus einem oft hektischen Alltag mit vielen Dingen im Kopf, mit einem Arbeitsleben, das uns im besten Fall glücklich, aber auch müde und erschöpft macht. Wir denken täglich daran, wie wir unsere Arbeit gut machen und uns dennoch einen Ausgleich in Form von Sport, Musik oder Kartenclub bescheren können. Bis in den nicht weniger stressigen Advent hinein -  bei dem wir von einer Feier zu nächsten, und von einem Weihnachtsmarkt zum anderen eilen verfolgt uns die Hektik und der Fluss unseres Alltages. Was folgt ist ein besinnlicher Moment in der Kirche, bevor es dann drei Tage mit der Familie zwar schön und vertraut, aber nicht weniger trubelig wird. Und dann kommt der 27.12... jedes Jahr. Wir sollen runterfahren, wird uns gesagt. Uns besinnen, reflektieren und Revue passen lassen. Das ist nicht leicht, sondern manchmal enorm schwer. Einfach so den Gang rausnehmen und einfach die Gedanken kreisen lassen? Das fällt mir nicht leicht. Ich glaube, das braucht ein paar Tage, sodass ich an SIlvester entspannt bin. Die restlichen Tage bis zum Arbeitsbeginn werde ich dann sicher entspannt verbringen können.


Ich bin der Teppich gewesen - Dinner for One

21.12.2017 - Wie viele bereits wissen, moderiere ich gemeinsam mit zwei Freunden die offene Kleinkunstbühne "Vorhang Auf", die jeden dritten Dienstag im Monat für zwei Stunden die Chance bietet, ein Lied zu singen, ein Gedicht vorzutragen, zu tanzen oder auch einen Sketch vorzuspielen. Bereits seit mehr als elf Jahren gibt es die Open Stage, seit drei Jahren darf ich die Veranstaltung in einem tollen Team mitmoderieren, das sich auch außerhalb der Bühne gut versteht. Immer wieder bringen wir auch eigene Impulse herein, sodass wir am vergangenen Dienstag die Weihnachtsparty von Miss. Sophie gespielt haben. Zu Gast waren Rudi Carell, Stefan Raab, Marcel Reich-Ranitzki und Udo Lindenberg. Ich durfte die Rolle als Teppich bekleiden und habe mir sicherheitshalber einen Helm aufgesetzt!

 

http://gempty.de/Vorhang-auf-Event/


Team-Escape - Rätseln auf moderne Art und Weise

18.12.2017 - TeamEscape nennt sich das moderne Live-Rätseln, das wir als VHS-Team vergangene Woche bewältigt haben. Kleine Personengruppen werden beim Live Escape Game gemeinsam in einem Raum oder eine kleine Anzahl Räume eingesperrt und müssen ihr Gefängnis innerhalb einer vorgegebenen Zeit (zumeist 60 Minuten) mit Hilfe der darin versteckten Hinweise und Gegenstände wieder verlassen. Es gibt auch Anbieter, bei denen die Gruppen nicht eingesperrt werden, sondern eine Hauptaufgabe mit Hilfe von vielen aufeinander aufbauenden Rätseln innerhalb der vorgegebenen Zeit lösen müssen. Dabei werden sie über Kameras von einer das Geschehen beaufsichtigenden Person beobachtet, die über ein Funkgerät oder mit Bildern auf einem Monitor im Raum eingreift, wenn etwas Falsches gemacht wird oder die Gruppe nicht vorwärtskommt. Aus meiner Sicht fördert diese Art des Team-Buildungs die Kommunikationsfähigkeit und fordert Kompetenzen eines jeden eizelnen Teammitgliedes. Es gibt durchaus auch kritische Stimmen, die meinen "Lieber Geld für eine Dienstleistung zur Gefühlsbefriedigung ausgeben, weil sich gut fühlen durch Taten für die Gemeinschaft nicht so trendy sind" und Escape als Konkurrenz zu Ehrenamt, Feuerwehr und Co. sehen. - Aus meiner Sicht Blödsinn, denn Escape ist alles andere, als sinnlose Zeitverschwendung. Wer sich nur ein wenig in die Materie einarbeitet, wird schnell merken, dass EscapeGames sehr wohl sinnvoll und effektiv sind. Ich kenne zum Beispiel Feuerwehrleute, die schon mal einen Escape-Raum besucht haben, sogar Leute, die ehrenamtlich noch an anderer Stelle aktiv sind. Wie machen die das bloß? Das Zeitmanagement von denen hätte ich gerne.. *Ironie aus*. Also, klare Empfehlung von mir, einen EscapeRaum zu besuchen!

 

Wo finde ich Escape-Rooms in Deutschland? Schaut mal hier: Escape Rooms


Handy raus - Film ab

Projekt „Handy raus – Film ab“ –

 

Dein Ort aus Deiner Sicht

 

Smartphones sind heutzutage aus dem Leben von Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Jeden Tag sind sie auf verschiedenen Plattformen und in vielfältigen Apps wie Snapchat, Whatsapp oder Instagram unterwegs. Dort werden Bilder geteilt, Bilder kommentiert und Videos gepostet. Da bietet es sich an, das Smartphone als Instrument für ein jugendpolitisches Projekt zu nehmen und die Jugendlichen dort abzuholen, wo sie sich sowieso den Großteil ihres Tages bewegen: Am Handy. In Zusammenarbeit zwischen Volkshochschule Lengerich/Westfalen (Jendrik Peters, Fachbereichsleiter Junge VHS,) dem Kreisjugendamt Steinfurt (vertreten durch Wolfgang Jassen) und dem Jugendzentrum Joyz in Westerkappeln (Stella Scherder) wurde Ende 2016 ein Konzept erarbeitet, wie Jugendliche mit ihrem Smartphone in die kommunale Politik eingebunden werden und das Interesse an Mitgestaltung des eigenen Lebensraumes geweckt und gefördert werden kann.  Die Jugendlichen sollten sich im Rahmen des Projektes mit ihrem eigenen Ort und den gesellschaftlich-politischen Gegebenheiten auseinandersetzen. Dabei sollten die TN Orte aufsuchen, an denen sie gerne sind und Orte aufsuchen, wo sie persönlich Verbesserungsbedarf sehen. Das Projekt ist Teil des Projektes "Jugendgerechte Kommune", das vom Kreisjugendamt in allen Kommunen des Kreises Steinfurt umgesetzt wird.

 

Angelegt war das Projekt als Wettbewerb für Jugendliche aus dem Ort Westerkappeln. In Gruppen hatten die Jugendlichen die Chance, einen maximal zweiminütigen Handyfilm über ihre Heimat Westerkappeln einzureichen. Die besten Filme sollten anschließend prämiert und als Lohn einen professionellen Filmdreh bekommen. Am Stichtag Mitte März 2017 lagen insgesamt 10 Filme vor, die alle unterschiedlich waren und Westerkappeln jeweils auf eine andere Art und Weise zeigten. Aus diesen Filmen wurde eine Gruppe von 10 TN ausgewählt, die im Juni gemeinsam mit einer professionellen Film-Firma einen neuen Film über Westerkappeln gedreht haben.

 

Zunächst wurde ein Auftakt gestaltet, indem sich die Jugendlichen mit Wersterkappeln als Gemeinde und Kommune auseinandergesetzt haben. Wie viele Einwohner hat Westerkappeln? Wie viele Kinder und Jugendliche sind dabei?

 

Es folgten drei komplette Drehtage, an denen die Jugendliche von der Filmfirma gezeigt bekamen, welche Einstellungen es braucht, um gut und effektiv filmen zu können. Wie werden Filme gemacht und welche Perspektive muss ich einnehmen? Anschließend hat die Firma auf Grundlage der Handyfilme einen professionellen Film mit den Jugendlichen gedreht. Orte wurden aufgesucht und nachgedreht, besprochen und bearbeitet. Am dritten Tag wurde gemeinsam geschnitten und der Film fertig gestellt. Am 24.09. wurde der Film dann im Rahmen einer Aktion zum Weltkindertag präsentiert und von vielen Besuchern gesehen. Auch die Politik in Westerkappeln zeigte sich erfreut über das Ergebnis und wird auf dieser Grundlage die Angebote für Kinder und Jugendliche in Westerkappeln erörtern.  

 

Das Medium Handy bzw. Film war genau richtig, um die Jugendlichen anzusprechen und sie in ihrer Alltagswelt abzuholen. Mit dem Gerät gehen die Jugendlichen sowieso den ganzen Tag um und können sich so auch an Prozessen in der Gemeinde beteiligen und neue Dinge anstoßen.

 

Durch die Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum, das viel Klientel mit Migrationshintergrund hat, wurde auch das Thema Interkulturalität einbezogen. Es wurden Unterschiede zwischen den Ansichten im Ort deutlich und besprochen. Insgesamt haben 3 Teilnehmer einen Mirgrationshintergrund mit Herkunft aus Bulgarien, Weißrussland und der Türkei. Dadurch war die Vielfältigkeit in den Diskussionen und dem Film gut gegeben und verschiedene Kulturen und  Ansichten konnten in das Projekt einfließen.

 

Durch die Auftaktveranstaltung konnten die Jugendlichen selbst sagen, was sie machen möchten und welche Orte aufgesucht werden sollen. Lediglich der Film / das Video waren als Methode vorgegeben.  Dass das Projekt die Jugendlichen an einer Beteiligung in ihrem Lebensumfeld aktiv beteiligt, geht aus der Projektidee und dem Ablauf gut hervor. Sie haben der Politik anschaulich dargestellt, was gut im Ort ist und was verbessert werden kann. Das ist Partizipation pur.

 

https://www.youtube.com/watch?v=RidJ-9pF2Zs&feature=youtu.be

 


Anfänge eines Blogs

05.12.2017 - Seit zwei Tagen habe ich meine Homepage und den Blog veröffentlicht. Ich weiß, dass diese Page vom Layout noch nicht perfekt ist und sicher nach heutigen Standards nicht gut aussieht. Aber braucht man diese Standards? Ich finde mich selbst in diesem bunten, kreativen Blog wieder und kann so mein Wirken am besten bloggerisch unterstreichen. Deswegen fahre ich erstmal so fort, nehme konstruktive Vorschläge aber gerne an! Ich mag es, kleine Texte zu schreiben und mit Bildern zu unterlegen. Dieser Blog soll berufsbegleitend unterstützen und meine Meinung zu gewissen Themen darstellen. Nicht zu viel, aber doch fundiert und begründet!


Cloud Schulung? - Ich bin Multiplikator

30.11.2017 - Seit gestern bin ich Multiplikator der vhs.cloud und werde zukünftig andere VHS in NRW in dem Bereich schulen und Einführungsveranstaltungen zur Cloud geben. So gut die Cloud auch ist, darf man nicht vergessen: Die Cloud ist kein soziales Netzwerk und es gibt Dinge, die wird die Coud nie können - und das muss sie auch nicht. Wir befinden uns bewusst in der Beta-Phase, bei der wir neben ersten Kursen auch vor allem eins machen: Testen und ausprobieren! Daran kann ich nur appelieren, die Erwartungen an die Cloud nicht zu hoch zu setzen und exemplarisch zu schauen, ob die Cloud für mich und mein Vorhaben einen Mehrwert hat. Es kann nicht das Ziel sein, jeden Kurs in die Cloud einzubinden, sondern zu schauen, an welchen Stellen im VHS-Alltag das Nutzen der Cloud Sinn macht. Ist das gegeben, kann die Cloud zukünftig ein interessanter Wegbegleiter werden - darauf freue ich mich sehr!


Facebook - ideale Ergänzung zur Homepage


26.11.2017 - "Seid ihr auch auf Facebook?" Diesen Satz habe ich seit Beginn meines Wirkens öfter gehört und mir als Ziel gesetzt, die VHS Lengerich/Westfalen auch auf Facebook aktiv werden zu lassen. Zunächst habe ich mir vergleichbar mit einem Benchmarking andere VHS-Präsenzen angeschaut und mich mit den zuständigen Mitarbeitenden vor Ort unterhalten. Anschließend habe ich ein Leitbild Facebook erarbeitet und mit Chefin, sowie dem gesamten Team abgestimmt. Seit Januar 2017 sind wir bei Facebook aktiv und nutzen das Medium als Ergänzung zur Homepage.

Es ist kein Ersatz und wir dürfen uns nicht vormachen, dort Kunden zu akquirieren. Aber es ist eine Präsenz im Social-Web, das täglich von Millionen Nutzern auch aus unser Region genutzt wird. Eine gute Werbeplattform also.